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Nachhaltiges (Barfuß-)Laufen: Rennen mit gutem Gewissen

Produktvorstellung/Werbung

Vor gut eineinhalb Jahren habe ich mit dem Laufen angefangen, weniger aus gesundheitlichen Gründen oder der Liebe zum Sport. Der eigentliche Anlass hierfür war, laufend Werbung für unsere in Gründung befindliche Firma beim Göttinger Frühjahrs-Volkslauf zu machen.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat mir das Intervalltraining* geholfen, meinen Laufrhythmus und meine persönliche Wohlfühl-Geschwindigkeit zu finden. Es war mir damals genauso wenig wichtig wie heute, eine bestimmte Strecke in einer definierten Zeit zu schaffen. Es ging mir vielmehr darum, möglichst lang und mit einem guten Gefühl laufen zu können.

Breites Grinsen und innere Zufriedenheit

Lauf in Fedderwardersiel

Unglaublich erfrischend: Ein Lauf an der Nordseeküste.

Nach einigen – zeitweise längeren und zum Teil auch verletzungsbedingten – Trainingsunterbrechungen kam ich dieses Jahr bereits regelmäßig auf über 10 Kilometer pro Laufeinheit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 9 Kilometern pro Stunde. Davon war ich im Mai letzten Jahres allerdings noch weit entfernt. Der bereits damals anvisierte 10-Kilometer-Lauf blieb vorerst ein Traum. Immerhin hat es bei meinen ersten offiziellen Lauf für die halbe Strecke gereicht und ich kam mit Reserven im Ziel an. Es dauerte dann letztlich aber noch über ein Jahr bis es am 26. Juni 2018 endlich soweit war: Beim 30. Göttinger Altstadtlauf bin ich mein erstes Rennen über 10 Kilometer gelaufen! Mein nächstes Ziel ist nun ein Halbmarathonlauf* im kommenden Jahr… 😉

Inspiration für viele Läufer: Born to Run von Christopher McDougall*

Das Schöne am Laufen ist für mich das breite Grinsen und die innere Zufriedenheit nach dem Training. Es ist schon häufiger passiert, dass ich Passanten mit meiner Freude angesteckt oder eben verwunderte Blicke geerntet habe. Wie auch immer, Laufen tut mir rundherum gut, es lässt mich nach einem stressigen Arbeitstag runterkommen. Zusätzlich gibt es mir neue Energie für die Familie und weitere spannende Projekte. Nicht zu vergessen die positiven Wirkungen auf Kreislauf, Immunsystem, innere Organe und vieles mehr…

Die richtige Laufkleidung: nachhaltig, fair und bio

Als ich mit dem Laufen angefangen habe, hatte ich natürlich keine spezielle Laufkleidung. Und mal ehrlich, im Hobbybereich wird diese sicherlich häufig überbewertet, mir reichten meine vorhandene Klamotten völlig aus. Erst nach und nach fand ich Gefallen daran, mich auch wie ein Läufer zu kleiden.

Bei Kleidungsstücken* und zunehmend auch bei Gegenständen des täglichen Lebens achte ich bereits darauf, dass diese fair und unter ökologischen Gesichtspunkten hergestellt werden. Ganz gleich ob es sich dabei um Alltagskleidung oder meinen zuletzt erworbenen Business-Anzug handelt. Somit war für mich klar, dass ich mich auch im Laufbereich mit gutem Gewissen einkleiden will. Sportbekleidung ist häufig aus Plastik beziehungsweise „High-Performance-Kunstfasern”. Diese Funktionskleidung fühlt sich nicht immer angenehm auf der Haut an und der häufig versprochene Feuchtigkeitsaustausch zwischen Körper und Umgebungsluft funktioniert zum Teil nur mäßig. Und natürlich ist Plastik alles andere als unproblematisch…

ENGEL SPORTS: Made in Germany

Als erstes hatte ich mich Ende letzten Jahres auf die Suche nach einer langen Laufleggings für die kalten Tage gemacht und bin auf ein Modell aus dem Hause ENGEL SPORTS* gestoßen. Diese besteht zu 98 Prozent aus Merinowolle und Seide, ist GOTS zertifiziert und wird in Deutschland hergestellt. Die Merinowolle ist von Natur aus antibakteriell und somit geruchsneutral. Außerdem isoliert sie gut, kratzt nicht auf der Haut, transportiert Feuchtigkeit, ist antistatisch und sehr leicht. Ich kann sie für den kleinen Lauf zwischendurch einfach mitnehmen.

Für den Sommer hatte ich zusätzlich noch eine kurze Laufleggings* erworben. Ja, ja, die Ansprüche steigen. Nach den positiven Erfahrungen mit der langen Variante, kam auch in kurz nur eine ENGEL* infrage.

Mit zunehmender Lauffreude und um der Ausrede mit dem schlechten Wetter entgegen zu wirken, habe ich mein Lauf-Equipment* nach und nach ergänzt.

Vaude: Fair Wear, Green Shape und Eco Finish

Für kurze Regenschauer oder windige und kühle Tage reicht mir eine extrem leichte und in der Rückentasche verstaubare Windjacke von Vaude*. Allerdings taugt sie wirklich nur für leichten Regen. Bei richtigem Schmuddelwetter kommt die Vaude Moab Regenjacke* zum Einsatz. Ich habe mich für Vaude entschieden, da mir das ökologische Gesamtpaket gefällt. Der Hersteller ist Mitglieder der Fair Wear Foundation (FWF), die Produkte besitzen das hauseigene Green Shape-Label und sind mit einem umweltfreundlichen sowie wasserabweisenden Eco Finish hergestellt, welches ohne Fluorcarbone (PFC) auskommt.

Odlo: Aus Norwegen stammend und in der Schweiz konstruiert

Auch Odlo* ist Mitglied der Fair Wear Foundation, produziert nach OEKOTEX® Standard 100 und gehört der Sustainable Apparel Coalition (SAC = Koalition für nachhaltige Kleidung) an. Im diesjährigen Jahrhundertsommer war es zeitweise durchaus sinnvoll, nicht ohne Kopfbedeckung unterwegs zu sein. Da ich nicht der Mützentyp bin, hatte ich mich für das Odlo Ceramicool Bandana* entschieden. 

KOSSMANN: 100% fair und nachhaltig​

In der deutschen Laufszene ist André Kossmann mit seiner Marathonbestzeit von 2 Stunden und 32 Minuten ein Begriff. Das Gleiche sollte auch für seine Laufbekleidung gelten. Fair und nachhaltig in Deutschland hergestellt, somit sind auch noch kurze Wege garantiert. Die KOSSMANN Sport Short* hatte es mir angetan und befindet sich mittlerweile in meinem Besitz. Diese ist mit einem Lichtschutzfaktor (UPF) von 50+ ausgestattet und alle Stoffe und „Zutaten” sind Ökotex 100 zertifiziert. Praktisch in die kleine Reißverschlusstasche auf der Rückseite, in der Schlüssel, ein Energieriegel oder andere Kleinigkeiten verstaut werden können. Ich trage sie über den Laufleggings.

thoni mara: Aus echter Leidenschaft fürs Laufen geboren

Der ambitionierte Sportler Christian Schwab gründete 2007 die Marke thoni mara* (kreiert aus dem Begriff „Marathoni“). Sein Anliegen war und ist es bis heute, eine fair produzierte, hochwertige und außergewöhnliche Alternative zur Massenproduktion großer Sportlabels anzubieten. Zum Sortiment gehören alle Basics, die man zum Laufen benötigt: Shirts, Hosen, Jacken, Pullover Tops und Singlets.

Weitere Marken fair produzierter Laufbekleidung

Neben den bereits genannten gehören auch Firmen wie Mammut*, Patagonia*, Salewa*, und Schöffel* der Fair Wear Foundation an und achten bei der Herstellung von Laufbekleidung und -eqiupment auf Nachhaltigkeit sowie die Einhaltung von sozialen und menschengerechten Standards. Auch die Firmen Fitico Sportswear (nur für Damen) und Löffler* produzieren nach eigenen Angaben nachhaltig und fair.

Nachhaltigkeit bei Lauf(barfuß)schuhen

Nun fehlt nur noch die passende Fußbekleidung. Im Sport soll es ja immer fair zu gehen, leider ist das häufig nur ein frommer Wunsch, zumindest im Leistungssport. Ganz ähnlich sieht es bei der Produktion von konventionellen Laufschuhen aus, wie auch Stiftung Warentest herausgefunden hat.
Viele der renommierten Hersteller in diesem Bereich hielten sich 2016 immer noch bedeckt zu den Punkten Gesundheitsschutz, gerechte Löhne und umweltfreundliche Produktionsbedingungen. Firmen wie Mizuno, New Balance, Nike und Saucony gaben keine Auskunft hierzu. Im Rahmen des Test zeigten sich lediglich Adidas (ebenfalls ein Mitglied der SAC), Brooks, Reebok und Salomon, die ihre Schuhe in Asien fertigen lassen, offen und transparent. Auch der heimische Laufschuh-Hersteller Lunge*, der als einziger in Deutschland produziert, ließ einen Blick hinter die Kulissen zu.

Skinners Laufsocke

Skinners Socke. Foto: goFree Concepts*

Für mich kommen derartige Laufschuhe generell nicht in Frage. Ich trage seit zwei Jahren nur noch Barfußschuhe und immer wenn es möglich ist keine Fußbekleidung. Durch das Barfußlaufen bzw. -gehen haben sich meine Rückenprobleme erheblich gebessert, sodass die aus einem Bandscheibenvorfall resultierenden Schmerzen fast gänzlich verschwunden sind.
Sofern der Untergrund das reine Barfußlaufen nicht zulässt, trage ich am liebsten Skinners Laufsocken*. Sie werden in Europa handgefertigt, können platzsparend verstaut werden und sind ein Hauch von nichts am Fuß.

Taygra Slim Sneaker

Meine „roten Renner”: Taygra Slim Sneaker*

Auf extrem fußunfreundlichen Untergründen kommen aktuell wahlweise meine „roten Renner” aus dem Hause Taygra oder ein farblich noch auffälliges Paar Ahinsa Shoes zum Einsatz. Beide Hersteller produzieren vegane Barfuß- bzw. Minimalschuhe unter fairen Bedingungen. Das waren nur zwei Kriterien, die Falko und mich soweit überzeugt haben, dass wir die Schuhe mittlerweile selbst unter www.bafingo.de vertreiben.

Eine Frage des Preises

Minimalismus und mehr: Der Glückscoach – Entschleunigen*

Letztlich ist der Preis häufig ein wichtiges Entscheidungskriterium. Beim meiner Recherche habe ich festgestellt, dass fair produzierte Laufkleidung nicht immer extrem teuer sein muss. Wenn man darauf verzichten kannst, beim Sport immer das topaktuellste Kleidungstück tragen zu müssen, kann man im Sale* Modelle aus der Vorjahreskollektion zu günstigen Preisen bekommen. Mal ganz ehrlich, wer benötigt schon ein siebtes oder achtes Laufshirt, welches für ein paar Euro beim Discounter um die Ecke abgegriffen werden könnte? Wie oft im Leben ist auch hier weniger mehr, Stichwort Minimalismus.

Mit gutem Gewissen kann man solche Produkte eigentlich nicht kaufen. Wir sollten umdenken und laufend etwas FAIRändern! Denn wenn wir so weitermachen wie bisher, wird der Preis sehr hoch sein. Einerseits für die Menschen, die die Produkte herstellen, andererseits für die Umwelt und somit auch für uns…

#FairLaufen #FAIRändern

Vielen Dank, dass Du diesen Artikel bis zum Schluss gelesen hast. Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Anregungen geben. Wenn Du selbst Ideen und Tipps hast, kommentiere einfach diesen Beitrag oder schreib mir eine Email.

Hersteller nachhaltiger Lauf- und Funktionsbekleidung

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Beitragsbild: pixabay



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